Buschhoven, den 30. Dezember 2011
Liebe Mitglieder,
unsere Freude über die Entscheidung des Regionalrats vom 16.12.2011, mit der er die von der Kölner Bezirksregierung trotz vieler gut begründeter Proteste und Einwendungen betriebene Erweiterung der Quarzkiesgrube Flerzheim bis auf 500 Meter an den südlichen Ortsrand von Buschhoven abgelehnt hat, währte nicht lange. Wenige Tage später wurde bekannt, dass die Kieswerke Rheinbach beim Bergamt in Arnsberg einen Antrag auf Erweiterung der Flerzheimer Grube um fast 23 Hektar, d.h. bis auf 380 Meter an der Buschhovener Ortsrand, gestellt haben.
Unser über zehnjähriger mit viel ehrenamtlichem Einsatz geführter Kampf ist daher noch längst nicht zu Ende. Trotzdem haben wir mit der Regionalratsentscheidung einen wichtigen Teilsieg errungen. Wir danken den Regionalratsmitgliedern Brigitte Donie (CDU), Achim Tüttenberg (SPD) und Rudolf Finke (FDP) sowie Bürgermeister Maack und allen Fraktionen im Swisttaler Gemeinderat dafür, dass sie unsere gemeinsame Sache aktiv unterstützt haben. In den Dank beziehe ich auch meine Vorstandskollegen Monika Goldammer-Dittrich und Dr. Gerd Pflaumer ein, die in den letzten Monaten mit fundierten Stellungnahmen, zahlreichen Gesprächen mit Regionalratsmitgliedern und aktiver Pressearbeit zu der für uns wichtigen Entscheidung des Regionalrats beigetragen haben. Nicht vergessen sollten wir in diesem Zusammenhang auch das langjährige Engagement unserer ehemaligen Vorstandsmitglieder Harro Wolde und Uwe Hartleb sowie die gute Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Verschönerungsverein Buschhoven.
Der Versuch der Rheinbacher Kieswerke, noch vor dem frühestens für Mitte 2012 erwarteten Inkrafttreten des neuen Regionalplans, in dem nur die Erweiterung der Kiesgrube Witterschlick ausgewiesen werden wird, eine Erweiterung der Flerzheimer Grube genehmigt zu bekommen, hat uns nicht überrascht, geht es doch für die Kieswerke um viele Millionen Euro. Wir teilen die Zuversicht des Regionalrats, dass seine Entscheidung gerichtsfest ist, nicht zuletzt wegen seiner Feststellung, dass dem Gebot der regionalplanerischen Sicherung der langfristigen Rohstoffversorgung allein mit dem Standort Witterschlick entsprochen wird, aber auch wegen des gleichzeitig beschlossenen Monitorings, mit dem gewährleistet werden soll, dass beim Abbau des wertvollen Rohstoffs hochreiner Quarzkies verantwortungsvoll gehandelt wird.
Wir werden jetzt im engen Schulterschluß mit unseren Unterstützern auf der politischen Ebene versuchen, beim Bergamt in Arnsberg zu erreichen, dass es seine Entscheidung über den Antrag der Kieswerke Rheinbach nicht vor Inkrafttreten des neuen Regionalplans trifft, um damit dem erklärten politischen Willen des Regionalrats Rechnung zu tragen. Sollte dies nicht gelingen, sehen wir gute Chancen, die Erweiterung der Flerzheimer Grube im Klageweg doch noch zu verhindern.
Mit guten Wünschen zum neuen Jahr
Thomas Klodt
Vorsitzender